… ist eine Kurzgeschichte von Alun Lewis über das traurige und einsame Leben eines Mannes:
Henry ist ein Pendler, jeden Tag fährt er mit dem Zug zur Arbeit und am Abend wieder nach Hause. Er steigt also auch an diesem Tag in den Zug, begrüßt die üblichen Fahrgäste mit einem kurzen Blick und setzt sich auf den Sitz, auf dem er seit fünf Jahren sitzt. Nie hat er ein Wort mit den anderen Fahrgästen gewechselt. Sehnsüchtig blickt Henry auf die Straßen und Häuser, an denen der Zug vorbeirast. Henry ist traurig, enttäuscht von seinem Leben. Wie jeden Tag steigt nun das Schulmädchen in das Abteil, sie liest ein Buch und steigt an der nächsten Haltestelle wieder aus. Henry beobachtet sie schon seit langem, wünscht sich, ihren Namen zu kennen und schwärmt von ihr, auf seine eigene, seltsame Weise. Ein Mal im Leben will er etwas wirklich Großartiges, etwas Wichtiges tun. Henry springt aus dem Zug und geht ihr hinterher. Doch wie vom Blitz getroffen dreht er um und klettert wieder in den bereits anrollenden Zug. Die anderen Fahrgäste schauen ihn verdutzt an. Er setzt sich wieder auf seinen Platz und steigt an der letzten Haltestelle aus, so, wie er es schon immer getan hat.
Die Geschichte eignet sich besonders um „fortgeschrittene“ Erzähltechniken wie „interior monologue“ und „reported thought“ einzuführen.
Thematisch („dreary life“) passt die Story z.B. zu „Eveline“ von James Joyce (z.B. in New Context p. 217 ff.)
Die Geschichte kann man online hier lesen.
Abgedruckt (mit „Model Interpretation“) ist sie in „Great English Short Stories“ von Klett (ISBN 3-12-578630-4) (Tipp von Ingrid Förster)
Tags: Oberstufe, short story

April 26, 2009 um 10:23
Ich möchte mich eigentlich nur bzw. endlich einmal bedanken; seit Jahren bin ich immer mal wieder durch Zufall über Ihren Namen gestolpert und weiss mittlerweile, dass die Seiten, die damit verbunden sind, prima und vor allem zuverlässig und kompeten sind. Ein echter Lichtblick in dem ganzen Internet-Chaos! Viele Grüße, Brigitte Nöding