Never Let Me Go

… ist der sechste Roman des von Kazuro Ishiguro, erschienen 2005.

In one of the most acclaimed and original novels of recent years, Kazuo Ishiguro imagines the lives of a group of students growing up in a darkly skewered version of contemporary England. Narrated by Kathy, now thirty-one, Never Let Me Go hauntingly dramatizes her attempts to come to terms with her childhood at the seeminly idyllic Hailsham School, and with the fate that has always awaited her and her closest friends in the wider world. A story of love, friendship and memory, Never Let Me Go is charged throughout with a sense of fragility of life.

Der Klappentext verrät nichts vom Hintergrund der Handlung, und hat recht damit, denn die Ich-Erzählerin baut einen Spannungsbogen auf, der immer wieder Fragen aufwirft und zu Spekulationen einlädt. Deshalb wäre es ideal, das Buch mit den Schülern im Unterricht gemeinsam zu lesen oder mit Lesetagebüchern zu arbeiten.

Erst sehr spät im Roman wird deutlich, dass es sich bei dem Internat Hailsham School um eine Einrichtung handelt, in der geclonte Kinder eine Minimalausbildung bekommen, während sie gleichzeitig auf ihre Lebensaufgabe, die Organspende, vorbereitet werden. Die Kinder wissen nicht, dass sie Clones sind, fühlen aber, dass sie von Außenstehenden als anders, als monströs betrachtet werden.

Nachdem sie die Schule verlassen haben, beginnen sie Organe zu spenden und ihren eigenen Tod als Realiät zu akzeptieren, ebenso wie die Zeiten der Rekonvaleszens nach den jeweiligen Operationen.

Das Buch wirft Fragen auf zu Gentechnologie, Clonen, Freundschaft und Liebe, Leben und Tod, aber auch die Frage nach Schuld und Versagen, nach Menschlichkeit. Es ist im Bereich von Dystopia anzuordnen, und damit ein Buch für die 11 – 13 Klasse, als Ergänzung zu den Klassikern der Dystopie, aber auch eine gute 10 könnte sprachlich damit fertig werden, wenn die Klasse genug Geduld hat, den etwas bedächtigen, meditativen Stil der Erzählerin auszuhalten.

Für 2010 ist die Verfilmung des Romans angekündigt.

Tipp von Petra Stutz.

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Ein Gedanke zu “Never Let Me Go

  1. > den etwas bedächtigen, meditativen Stil der Erzählerin auszuhalten.

    Das ist ein schöner Euphemismus 😉

    Man könnte auch sagen langatmig bzw. langweilig. Ich lese das Buch gerade mit meinem LK. Das Prinzip des vagen Andeutens (vgl. „being told and not told“) finde ich auf Dauer ziemlich ermüdend, zumal es ja so gut wie keine „Handlung“ gibt.

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