Slam

… ist der erste Jugendroman des englischen Beststellerautoren Nick Hornby Die Hauptfigur, der 16jährige Sam, ein begeisterter Skater, verliebt sich in die gleichaltrige Alicia. Kurz nach der Trennung der beiden stellt sich heraus, dass Alicia schwanger ist. Der größte Teil des Romans beschäftigt sich mit den Bemühungen der beiden (vor allem Sams) mit dieser Tatsache, und den Folgen, die sich für sie daraus ergeben, zurechtzukommen. Zeitlich gesehen steht die Geburt ihres Sohnes fast am Ende des Buches, durch drei fantastisch anmutende (und nie wirklich erklärte) „future flashes“ wird aber auch das Leben mit Kind geschildert. Sam erzählt den Roman aus der Ich-Perspektive, weshalb der Leser stark auf seine, d.h. die männliche, Perspektive beschränkt bleibt. Die weibliche Hauptfigur, Alicia, bleibt relativ blass, was ich für das größte Manko des Romans halte. Dies kann aber recht gut durch creative writing ausgeglichen werden, indem die SuS diese „Lücken“ selbst füllen. Ich habe den Roman mit einer leistungsstarken 10. Gymnasialklasse gelesen, die SuS hatten sprachlich keine Probleme, sondern waren größtenteils begeistert. Der Roman ist witzig geschrieben und durch die Ich-Perspektive den SuS sehr „nah“. Themen wie Sex (die Zeugung wird relativ detailliert erklärt, da muss man durch…), erste Liebe, Trennung, Familie, Verantwortung übernehmen, Abtreibung, Teenagerschwangerschaft (hier hat GB die höchste Rate Europas), aber durchaus auch die englische Klassengesellschaft, werden im Text angesprochen. Eine Fülle von Zusatzaktivitäten bietet sich hier an. Klett hat einigermaßen brauchbare Zusatzmaterialien veröffentlicht (ISBN: 978-3-12-579823-6). Schön ist auch der Vergleich zur Situation der Hauptfigur im Film „Juno“, den man im Anschluss mit der Klasse sehen kann. Slam (Amazon) Tipp von Annika Schepp

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2 Gedanken zu “Slam

  1. Ich kann mich nur anschließen, habe die Lektüre mit einer EF-Mädchenklasse gelesen und es hat ihnen auch sehr gut gefallen.

  2. Ich habe Slam mehrfach in meinen 10. Klassen, bzw auch in Lks und Grundkursen gelesen. Zu, Teil mit reading logs oder auch mit kreativen Unterrichtsbeiträgen wie Interviews mit den beiden jungen Eltern oder ähnlichem. Die Thematik kam immer gut an auch wenn die ‚Zeitreisen‘ als etwas strange empfunden wurden.
    Was sich als sehr gut herausgestellt hat war die Aufgabe sich eine Passage von ca. 20 Zeilen in jedem Kapitel heraus zu suchen, dies flüssig vorlesen zu können und zu begründen warum diese Passage gewählt wurde. Das Ganze mündete in einer gut fundierten mündlichen Note.

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