Schlagwort-Archive: short story

A Rose for Emily

ist eine Kurzgeschichte von William Faulkner, in der anläßlich der Beerdigung einer alten Dame eine ganze Kleinstadt ihr Leben Revue passieren lässt. Um dann eine grausige Überraschung zu erleben… A Rose for Emily weiterlesen

Advertisements

Arrangement in Black and White

ist eine Kurzgeschichte von Dorothy Parker, geht bequem auf zwei Seiten. Sie ist größtenteils personal erzählt, fast alle Charakterisierung geschieht durch wörtliche Rede. Am meisten redet eine (namenlose) Frau, die auf einer schicken Party dem Gastgeber und anderen ständig erzählt, wie toll es ist, dass auch ein Schwarzer auf der Party ist, ein erfolgreicher Musiker. Durch ihre Äußerung entlarvt sie sich als rassistisch, durch ihre mannerisms geht sie dem Leser ebenso auf die Nerven wie dem Gastgeber; wenn sie zum schwarzen Ehrengast spricht, verändert sich ihre Sprache deutlich. Schöne kleine Geschichte, mit der man Erzählperspektive und Charakterisierung üben kann.

(Herr Rau)

The Martian Chronicles

…von Ray Bradbury ist 1950 erschienen und ein Science-Fiction-Roman. Tatsächlich besteht das Buch allerdings aus einem guten Dutzend einzelner Kurzgeschichten, die zum Teil separat geschrieben wurden. Verbunden sind diese Geschichten durch weitere kurze Vignetten. Dass das ganze dennoch als Roman bezeichnet wird, liegt an den vielen Verbindungen zwischen den Geschichten. Personen tauchen wieder auf, Themen und Motive wiederholen sich.

Das Buch beschreibt – allerdings auf poetische, nicht wissenschaftlich-realistische – Weise die Besiedlung des Planeten Mars durch die Erde, das Verschwinden der Ureinwohner, die wachsende Bürokratie und Zensur auf der Erde, und schließlich die Rückkehr der Menschen zur Erde und deren Untergang. Nur wenige bleiben auf dem Mars zurück, um dort zu den neuen Marsianern zu werden.

The Martian Chronicles weiterlesen

Through the Tunnel

… ist eine schöne „story of initiation“ von Doris Lessing:

Jerry, a young English boy, and his mother are vacationing at a beach they have come to many times in years past. Though the beach’s location is not given, it is implied to be in a country that is foreign to them both. Each tries to please the other and not to impose too many demands. The mother, who is a widow, is “determined to be neither possessive nor lacking in devotion,” and Jerry, in turn, acts from an “unfailing impulse of contrition — a sort of chivalry.” Through the Tunnel weiterlesen

How to Date a Browngirl (Blackgirl, Whitegirl or Halfie)

In seiner vielgelobten Kurzgeschichtensammlung Drown schreibt der diesjährige Pulitzer-Prize-Gewinner Junot Diaz über verschiedene Aspekte des Lebens junger dominikanischer Einwanderer. Wieder so berechenbare Einwanderergeschichten? Nein! Das besondere an Diaz ist die Stimme seiner Protagonisten, insbesondere die Yuniors, der die meisten erzählt: schnell, direkt, straßennah und gleichzeitig erzählerisch ungeheuer raffiniert. „How to Date…“ ist genau das, was der Titel verspricht – eine Anleitung zum erfolgreichen Mädchenanbaggern, unter Berücksichtigung der verschiedenen ethnischen Besonderheiten. Hier zeigt sich Yunior als vordergründig selbstsicherer Macho, der bei näherer Betrachtung aber wohl doch nicht ganz so viel Erfolg mit Frauen hat, wie seine großmäulige Expertise zuerst glauben macht.

How to Date a Browngirl (Blackgirl, Whitegirl or Halfie) weiterlesen

Death on Credit

… ist eine sprachlich recht einfache Science Fiction short short story („on two pages“), die eine Welt schildert, in der die Menschen konsumieren MÜSSEN („Maintain the Boom! Consume! CONSUME!“). Die KSP (KONSUMPOLICE) verhaftet eines Tages den Protagonisten wegen „gross under-consumption“ …

Die Geschichte ist abgedruckt in Musical Cheers And Other Very Short Stories (Amazon).

Den Text kann ich dir bei Interesse als Scan schicken. Einfach bei mir mailden. (Jochen)